SemperFi GmbH

Lottohelden und Sophia Thomalla liefern neuen Aufreger

Die Moderatorin Sophia Thomalla schreckt vor Provokantem nicht zurück. Lottohelden auch nicht. Also servieren beide als Weihnachtskampagne eine sexy Sophia am Kreuz. Für El Gordo.

Dass Werbung mit deutlichem Bezug auf christliche Symbole provoziert, viele schockiert und so auf jeden Fall für Aufsehen sorgt, ist in der Branche so bekannt wie die Prämisse „sex sells“. Wer beides kombiniert, bekommt viel Reichweite für kleines Geld.

So macht das aktuell der Onlinedienst Lottohelden.de (an dem SevenVentures, der Investment-Arm vom ProSiebenSat1, beteiligt ist). Seit Anfang des Jahres arbeitet das Unternehmen mit Sitz in Gibraltar mit Model und Moderatorin Sophia Thomalla als Testimonial zusammen. Die 28-Jährige ist bekannt dafür, dass sie keine Scheu hat, zu polarisieren. Sie zeigt sich im Fernsehen und auf ihrem Instagram-Profil gern sexy, ist großzügig tätowiert und mit ihren Aussagen häufig sehr direkt.

Passt: Für Lottohelden posiert sie nun als sexy Jesus am Kreuz – die Werbeaktion läuft unter dem Motto „Weihnachten wird jetzt noch schöner“. Und natürlich hagelt es zahlreiche negative, empörte und verletzte Kommentare. Über den „Skandal“ berichten landauf, landab die Tageszeitungen und Onlinedienste, von Bild über B.Z. bis zur Abendzeitung. Und W&V.

Werbewert: reichlich. Normalerweise bucht sich Lottohelden unter anderem bei „Bild“ und Bild.de ein, bekommt aber vom Partner ProSiebenSat1 auch Werbezeiten unter anderem auf ProSieben und Sixx.

Es geht um El Gordo – die große Weihnachtslotterie aus Spanien

Sowohl Lottohelden als auch Thomalla werden von Alain Midzic und seiner Agentur Semper Fi vertreten. Der Manager erklärt auf Anfrage von W&V: In der Kampagne gehe es vor allen Dingen darum, dass „zum 1. Mal die größte Lotterie der Welt auch in Deutschland stattfindet: El Gordo!“. 

Die Lotterie ist in Spanien jedes Jahr ein Großereignis – und nun können auch deutsche Tipper mitmachen, ohne sich in Spanien Lose zu kaufen. Midzic: „Wir wollten in unserem Deutschland den Leuten auch diese Möglichkeit geben und auch mit einem provokanten Motiv aus dem christlichen Bereich darauf hinweisen.“

Im Mutterland von El Gordo, wo ganze Ortschaften und riesige Lottogemeinschaften bei der Lotterie mitmachen, werde „schon immer“ mit christlichen Symbolen für „den dicken Gewinn“ geworben. Denn die Gewinnchance liegt bei 1:100.000. Zum Vergleich: Beim deutschen 6 aus 49 liegt sie bei 1:140.000.000 – für den Jackpot.

Dass das in Deutschland jeder mitkriegt, dafür soll nun Sophia am Kreuz sorgen. „Wir glauben, dass ist ganz gut aufgegangen“, sagt Alain Midzic in seiner Funktion als Lottohelden-Pressevertreter.

Neben der Skandalisierung des Motivs, das Gläubige verletze, fiel der Bild-Redaktion dennoch auch ein inhaltlicher Fehler auf: Jesus am Kreuz, das sei keine Anspielung auf Weihnachten, sondern auf Ostern; die Kreuzigung sei schließlich das Ereignis, dessen Christen am Karfreitag gedenken.

Auf Instagram postete Sophia Thomalla ein Foto vom Shooting für Lottohelden – bereits mit Verweis auf die Bild-Story dazu. Aufreizend zumindest agierte Thomalla bereits den Sommer über in mehreren Auftritten für Lottohelden, für die sie auch im Netz die Lottofee spielt. Der erste gemeinsame Werbespot entstand im Frühjahr; dahinter steckte damals die Agentur Davies Meyer (Produktion: Streetsmart Media), die für die aktuelle Kampagne aber nicht verantwortlich ist.

Quelle: W&V

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